Expressionismus – Auftakt zur Moderne

„Expressionismus – Auftakt zur Moderne“ ist der Titel des aktuellen oldenburgischen Kulturprojektes. In der Zeit vom 31. August bis 16. November 2008 wird mit drei Kunst-Ausstellungen, Theatervorstellungen und Kinofilmen der deutsche Expressionismus in allen Facetten gezeigt.

Der deutsche Expressionismus gehört zu den Phänomenen der Kunstgeschichte, die international gefeiert werden. Die kraftvolle, unmittelbare Umsetzung von Bildmotiven mit reinen, zuweilen grellen Farben war ein Aufbegehren gegen die traditionelle akademische Malweise und glich einer Revolution. Dabei gehörten auch Zeichnung und Druckgrafik, vor allem der Holzschnitt zu den bevorzugten Ausdrucksmitteln der Expressionisten.

Parallel von großer Bedeutung ist der Literarische Expressionismus. Zwischen 1910 und 1920 war die Auseinandersetzung mit dem Lebensraum Stadt ein zentraler Fokus, besonders in der Lyrik. Auch das deutschsprachige Theater stand ganz im Zeichen dieser Stilrichtung. Das Theater galt nicht mehr als Ort, an dem die soziale Realität abgebildet wird, sondern vielmehr als Fluchtmöglichkeit aus dieser Realität.

Der expressionistische Film entstand im Wesentlichen in Deutschland in der ersten Hälfte der 1920er Jahre. Charakteristische filmische Stilmittel sind die durch die expressionistische Malerei beeinflussten grotesk verzerrten Kulissen und die kontrastreiche Beleuchtung.

Anlass des Oldenburger Expressionismus-Projektes ist die im Jahr 1908 im Augusteum in Oldenburg stattgefundene, erste große Brücke-Ausstellung mit Werken von Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel, die für die Kunstentwicklung in der Region und für die Geschichte des Expressionismus große Bedeutung gewonnen hat.  Die kulturgeschichtliche Bedeutung und Vielfalt des Expressionismus in seiner Entwicklung und auch in seiner Beziehung zum Oldenburger Land soll dokumentiert werden.

Unter www.expressionismus-oldenburg.de finden Sie zusammengefasst das jeweilige Angebot im  Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, dem Horst-Janssen-Museum Oldenburg, der Landesbibliothek Oldenburg, dem Oldenburgischen Staatstheater sowie dem Casablanca Kino.

Das Projekt „Expressionismus“ wird vom Oldenburger Kulturrat großzügig gefördert. Weiterer Sponsor ist die Kulturstiftung der Landessparkasse zu Oldenburg, die Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg und die Niedersächsische Sparkassenstiftung.




Horst-Janssen-Museum


Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte - Augusteum


Landesbibliothek Oldenburg

Casablanca-Kino



Staatstheater Oldenburg - Spielort Exerzierhalle