Niedersächsische Landesmuseen Oldenburg
Augusteum
Elisabethstr. 1
26135 Oldenburg

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Tel. 04 41/22 07300

EMail: poststelle@lamu-
ol.niedersachsen.de


WWW: www.landesmuseum-
oldenburg.niedersachen.de

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr 9–17 Uhr,
Do 9–20 Uhr,
Sa, So 10 –17 Uhr
Öffentliche Führungen jeweils Do 18.30 Uhr und So 15:00 Uhr

Busparkplätze
und Museumscafé

Eintrittspreise:
5,– /ermäßigt 3,– €
Führungen: 30,– €
zzgl. ermäßigter Eintritt 3,– p. P.

Aktuelle Termine

Einhundert Jahre ›Brücke‹ in Oldenburg

Augusteum 31. August – 16. November 2008

Die Maler der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergemeinschaft Brücke stehen zum Oldenburger Land bzw. zu Oldenburg in besonderer Beziehung. Dangast am Jadebusen war seit 1907 für Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff, später auch für Max Pechstein das Ziel produktiver Sommeraufenthalte.

Karl Schmidt-Rottluff: Mitgliedskarte für passive Mitglieder, 1911, Holzschnitt, LMO 14.681, © VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Im Jahr 1908 bereits wurde im Oldenburger Augusteum die erste Einzelausstellung von Heckel und Schmidt-Rottluff gezeigt. Dieses Ereignis gibt einhundert Jahre später den Anlass, am gleichen Ort und in denselben Räumen einen erlesenen Querschnitt durch die Kunst der Brücke zu zeigen, der den Rang der Dangaster Aufenthalte deutlich werden lässt, aber auch weitere Brücke-Mitglieder wie Emil Nolde in ihrer Beziehung zum Brücke-Expressionismus und in ihrer künstlerischen Entwicklung vorstellt.


Karl Schmidt-Rottluff: Mittag im Dangaster Moor, 1908, Öl auf Lw., LMO 11.668,© VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Erich Heckel: Mittag in der Marsch, 1907, Öl auf Lw., LMO 12.026, © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen


Das Hochparterre des Augusteums bietet so in zeitlicher Abfolge ein hochwertiges Bild der besonderen Bedeutung Dangasts zur Ausprägung einer Malerei des deutschen Expressionismus.

Das Obergeschoss präsentiert die Entwicklung der einzelnen Brücke-Mitglieder über den Zeitpunkt der Auflösung ihrer Gemeinschaft im Jahr 1913 hinaus. Ein Herzstück der Ausstellung bildet das Werk Ernst Ludwig Kirchners, der die Gemeinschaft künstlerisch anführte, bis sie 1913 zerfiel. Bis zu seinem Freitod 1937 blieb Kirchner der spirituelle Kopf des deutschen Expressionismus. Durch die Ausstrahlung seiner Leistung wirkte der Geist der Brücke weiter und forcierte die Ausbreitung des Expressionismus als Stil und Geisteshaltung in den 1920er Jahren.

Ernst Ludwig Kirchner: Knabe mit Vogel, 1918, Öl auf Lw., LMO 8.755, © Ingeborg & Dr. Wolfgang Ketterer, Wichtrach/Bern

Werkkomplexe von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl-Schmidt-Rottluff führen die Entwicklungslinie des Brücke-Expressionismus chronologisch bis in die späten 1920er Jahre weiter Hinzukommen Maler wie Otto Müller, Franz Nölken und Emil Nolde, die zwar nur kurze Zeit Mitglied der Brücke waren, aber an der künstlerischen Formulierung des Expressionismus nicht minder historische Bedeutung haben. Emil Nolde wird in einem eigenen Raum mit etwa einem Dutzend Gemälden und 25 Grafiken vorgestellt.

Mit insgesamt etwa 50 Gemälden, 60 Aquarellen und 100 Zeichnungen und Grafiken bietet die Ausstellung im Augusteum einen einzigartigen Querschnitt durch eines der aufregendsten Kapitel deutscher Kunstgeschichte.

Emma Ritter: Stilleben, 1911, Öl auf Lw., LMO 11.465























Erich Heckel: Stehender Mädchenakt, 1911, Farbholzschnitt 1911, LMO 14.686, © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen


Karl Schmidt-Rottluff: Häuser über dem Steilufer, 1909, Tusche/ Kreide auf Postkarte 3.10.09, © VG Bild-Kunst, Bonn 2008



Karl Schmidt-Rottluff: Strand mit Körben, 1909, Aquarell, LMO 12.024,© VG Bild-Kunst, Bonn 2008


Karl Schmidt-Rottluff, Ziegelei, 1910, Tusche/ Kreide auf Postkarte 3.6.1910, 9 x 14 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2008


Erich Heckel, Wiesenlandschaft mit Pferden, 1908, Öl auf Lw., 68 x 74,5 cm, © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen


Ernst Ludwig Kirchner, Möwenjäger,1912, Öl auf Lw., © Ingeborg & Dr. Wolfgang Ketterer, Wichtrach/Bern