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Der expressionistische Film entstand im Wesentlichen in Deutschland in der ersten Hälfte der 1920er Jahre. Charakteristische filmische Stilmittel sind die durch die expressionistische Malerei beeinflussten grotesk verzerrten Kulissen und die kontrastreiche Beleuchtung, die oftmals durch gemalte Schatten noch verstärkt wurde.
Einige bedeutende Filme und Regisseure dieser Epoche sind:
- Das Cabinet des Dr. Caligari (1920) von Robert Wiene;
- Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau;
- Der letzte Mann (1924) von Friedrich Wilhelm Murnau;
- Metropolis (1926) von Fritz Lang.
Der Höhepunkt des Kinobeitrags zum Expressionismus-Projekt wird die Vorführung eines expressionistischen Stummfilms mit Live-Musikbegleitung sein. Desweiteren zeigt das Casablanca-Kino Filme über Künstler des Expressionismus bzw. Künstler, die vom Expressionismus beeinflusst wurden oder ihrerseits den Expressionismus beeinflusst haben.
Termine
Sonntag, 14.09. um 11:00 Uhr
Mittwoch, 17.09. um 17:15 Uhr:
Zeichnen bis zur Raserei - Der Maler Ernst Ludwig Kirchner
Dokumentarfilm von Michael Trabitzsch, D 2001, 84 Min.
Ernst Ludwig Kirchner ist der bedeutendste Maler des Expressionismus, er steht heute gleichbedeutend neben den anderen Großmeistern der Kunst des 20. Jahrhunderts: Klee, Kandinsky, Ernst, Picasso. Seine Biographie aber macht ihn darüber hinaus zu einem der Archetypen dieses Jahrhunderts: wie James Dean ist er der einsam streunende Hund in den Straßenschluchten der Großstadt. Der 1. Weltkrieg treibt ihn jedoch in tiefe Depressionen, und Kirchner zieht sich 1917 nach Davos in die Schweizer Berge zurück. Am 15. Juni 1938 begeht Ernst Ludwig Kirchenr Selbstmord.
Ein spannend erzähltes, filmisches Portrait über Leben und Werk dieses Ausnahmekünstlers.
Sonntag, 21.09. um 11:00 Uhr
Mittwoch, 24.09. um 17:15 Uhr:
Paula Modersohn-Becker Ein Atemzug... Von der Antike zur Moderne
Ein Film von Nathalie David. Hildegard Schmahl ist die Vorleserin, Siegfried W. Maschek spricht Otto Modersohn, Martin Spitzweck Rainer Maria Rilke und Gabriela Maria Schmeide Paula Modersohn Becker. Rilkes Gedichte sind von Pascal von Wroblewsky gesungen. D 2007, 60 Min.
Das filmische Essay begleitet die Malerin Paula Modersohn-Becker auf ihren künstlerischen Stationen bis zu ihrem Tod 1907 und ist in 6 Kapiteln erzählt: Kapitel I: Erste Tuschversuche, Kapitel II: Birken, Kiefern und alte Weiden, Kapitel III: Riesen, Riesen Paris! Kapitel IV: Verliebt, verlobt, verheiratet, Kapitel V: Ich bin Ich, Kapitel VI: Abschied.

Freitag, den 26.09.08 um 20:00 Uhr mit Live-Musik:
Nosferatu, eine Symphonie des Grauens
Ein Film von F. W. Murnau nach dem Roman "Dracula" von Bram Stoker mit Max Schreck, Alexander Granach, Gustav von Wangenheim, Greta Schröder u.v.a. D 1921.

Thomas Hutter ist Sekretär eines Maklers in Wisborg und lebt dort glücklich mit seiner Frau. Eines Tages schickt ihn sein Chef auf eine Dienstreise nach Transsylvanien, um mit dem Grafen Orlok über den Kauf eines Hauses zu verhandeln. Ellen, seine Frau, ahnt nichts Gutes, sie spürt die Gefahr, in die ihr Mann sich begibt, kann ihn aber nicht zurückhalten. Erst in der Nacht begegnet Hutter dem seltsamen Schloßherrn und dieser unterzeichnet den Vertrag. Als er am nächsten Morgen im Schloß erwacht, entdeckt er kleine rote Male an seinem Hals und ahnt, welchem Grauen er gegenübersteht. Orlok ist ein Vampir. Da verläßt Hutter fluchtartig das Schloß, denn er hat Angst, daß das Gespenst auf dem Weg zu seiner Frau ist.
  
Sonntag, 05.10. um 11:00 Uhr
Mittwoch, 08.10. um 17:15 Uhr:
Modigliani - Ein Leben in Leidenschaft
Ein Film von Mick Davis mit Andy Garcia, Omid Djalili, Elsa Zylberstein u.v.a. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Rumänien, USA, 2004, 123 Min.
Paris 1919. Ganz Europa leidet noch unter den Nachwirkungen des ersten Weltkrieges, während im wilden Pariser Nachtleben Liebe, Lust und Leidenschaft das Zepter übernommen haben. Die beiden konkurierenden Maler Pablo Picasso und Amedeo Modigliani lernen sich kennen und verkehren im Café La Rotonde. Während Picasso als Künstler bereits erfolgreich ist, lebt Modigliani mit seiner Geliebten Jeanne Hébuterne und der gemeinsamen Tochter in ärmlichen Verhältnissen.
Bei den regelmäßigen Treffen im Café kommt es zwischen den beiden Künstlern immer wieder zu hitzigen Streitereien. Umso gespannter ist die Pariser Kunstwelt auf einen anstehenden, hochdotierten Wettbewerb, bei dem auch darüber entschieden werden soll, wer von beiden der Bessere ist...
Der Film “Modigliani Ein Leben in Leidenschaft” verknüpft historisch belegte oder überlieferte Eckpunkte mit fiktiven Szenen.
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